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Montenegro-Roadtrip: Die perfekte Woche zwischen Adria und Durmitor

Von der Bucht von Kotor über die Serpentinen ins Hochgebirge und am Ende nach Dubrovnik: eine Woche Montenegro, klug geplant.

Von Maia Brandt · Aktualisiert am

Der Moment, in dem Montenegro einen packt, kommt meist auf einer Passhöhe. Unten liegt die Bucht von Kotor wie ein Fjord in der Mittagshitze, dahinter staffeln sich graue Kalkwände bis zum Horizont. Ein Land, kleiner als Schleswig-Holstein, und doch wechselt die Landschaft alle dreißig Kilometer das Gesicht. Genau deshalb funktioniert Montenegro so gut als Roadtrip.

Diese Übersicht ordnet die Route für eine Woche: Ankommen an der Adria, zwei Tage Bucht, dann hinauf ins Gebirge und am Ende ein Kniff, der einen zweiten Grenzstau erspart.

Die Route in Kurzform

Die Woche folgt einer einfachen Logik. Erst das Wasser, dann der Berg, dann die Stadt. Start ist die Bucht von Kotor mit Quartier in den kleinen Orten am Ufer. Danach geht es über die Serpentinen ins Landesinnere, hinauf zum Durmitor-Nationalpark mit dem Durmitor-Ring, dem fahrerischen Höhepunkt der Reise. Den Abschluss bildet Dubrovnik, direkt auf dem Rückweg, statt noch einmal zur Bucht zurückzukehren.

So entsteht eine Schleife ohne doppelte Strecken. Wer mag, baut unterwegs einen Stopp am Kloster Ostrog ein, das im 17. Jahrhundert in eine Felswand über der Ebene der Bjelopavlići gebaut wurde. Lohnend ist das vor allem für Reisende mit Interesse an Geschichte und orthodoxer Frömmigkeit.

Ankommen: zwei Flughäfen, eine Entscheidung

Die erste Weiche stellt sich schon bei der Flugbuchung. Tivat liegt direkt in der Bucht, Dubrovnik jenseits der Grenze in Kroatien, oft mit mehr Verbindungen. Was für welchen Airport spricht, klärt der Detailartikel zur Anreise über Tivat oder Dubrovnik.

Wer über Dubrovnik anreist, muss die Grenze passieren. Das kann zwanzig Minuten dauern oder mehrere Stunden, je nach Wochentag und Uhrzeit. Wie sich Wartezeiten am Übergang Debeli Brijeg vermeiden lassen und wo der kleine Nebenübergang liegt, steht im Artikel zur Grenze zwischen Kroatien und Montenegro.

Die Bucht: klein schlägt berühmt

Kotor selbst ist berühmt, fotogen und in der Saison schlicht überfüllt. Die eigentliche Entdeckung sind die Orte am Nordufer: Risan mit seinen römischen Mosaiken, Perast mit der künstlichen Kircheninsel Gospa od Škrpjela vor der Haustür. Warum sich das Quartier dort lohnt, erklärt der Artikel über Perast und Risan statt Kotor-Stadt.

Weiter südlich locken Budva und Sveti Stefan mit großen Namen. Die Realität hält mit den Postkarten nicht immer Schritt. Eine ehrliche Einordnung liefert der Beitrag zu Budva und Sveti Stefan.

Der Norden: Grund für die ganze Reise

Hinter Kotor windet sich die alte Serpentinenstraße mit ihren rund 25 Kehren den Hang hinauf, gebaut Ende des 19. Jahrhunderts. Sie ist das Tor zum Landesinneren. Dort warten die Tara-Schlucht, der Schwarze See und der Durmitor-Ring, eine Panoramarunde um das Bergmassiv, die viele Reisende als das eigentliche Highlight beschreiben. Details, Fahrzeiten und der Rafting-Tipp stehen im Artikel zum Durmitor-Ring und zur Tara-Schlucht.

Planen Sie hier großzügig. Ein Extra-Tag zum Wandern zahlt sich mehr aus als ein weiterer Strandtag an der Küste.

Das Finale: Dubrovnik statt Rückweg

Der klügste Zug der Route kommt zum Schluss. Statt zur Bucht zurückzufahren, geht es vom Norden direkt nach Dubrovnik, mit zwei angehängten Tagen in der Festungsstadt. Das spart den zweiten Grenzstau und beendet die Reise mit einem Paukenschlag. Wie man die Stadt trotz Sommerhitze genießt, verrät der Artikel zum Abschluss in Dubrovnik.

Kosten und beste Reisezeit

Montenegro ist günstiger als Kroatien, vor allem beim Essen. Frische Meeresfrüchte an der Bucht kosten spürbar weniger als vergleichbare Teller an der dalmatinischen Küste. Unterkünfte reichen von einfachen Zimmern bis zu Boutique-Häusern direkt am Wasser, Campingplätze im Norden sind eine preiswerte Alternative.

Beste Reisezeit sind Vor- und Nachsaison. Im Hochsommer glüht die Küste, während es im Durmitor angenehm bleibt. Wer im Juli oder August fährt, legt die Stadtbesuche in den Abend und die Bergtage in die Mitte der Reise.

Häufige Fragen

Reicht eine Woche für einen Montenegro-Roadtrip?

Ja, wenn die Route klar bleibt. Bucht von Kotor, Durmitor-Nationalpark und ein Abschluss in Dubrovnik lassen sich in sieben bis acht Tagen entspannt fahren, ohne täglich das Quartier zu wechseln.

Brauche ich einen Mietwagen für Montenegro?

Für diese Route ja. Busse verbinden zwar die Küstenorte, doch der Durmitor-Ring, die Serpentinen und die kleinen Buchtdörfer sind ohne eigenes Auto kaum sinnvoll zu erreichen.

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