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Griechische Inseln: Welche zu dir passt

Über 200 bewohnte Inseln, eine Entscheidung: Wie du zwischen Kykladen, Wind und Fährplänen die Insel findest, die zu deiner Reise passt.

Von Maia Brandt · Aktualisiert am

Der Moment kommt meist abends, mit der Karte auf dem Tisch. Die Ägäis liegt darauf wie hingestreute Kieselsteine, Dutzende Namen, alle klingen nach Sommer. Santorini oder Naxos? Paros oder doch Milos? Wer zum ersten Mal eine Reise durch die griechische Inselwelt plant, steht vor einer Auswahl, die schnell überfordert. Dabei lässt sich das Feld gut ordnen.

Die Inselgruppen im Überblick

Griechenland zählt mehr als zweihundert bewohnte Inseln, verteilt auf mehrere Gruppen. Die Ionischen Inseln im Westen sind grün und venezianisch geprägt. Der Dodekanes liegt weit im Osten vor der türkischen Küste. Kreta ist ein Kontinent für sich.

Das Herz des klassischen Inselurlaubs aber schlägt in den Kykladen, dem Archipel in der zentralen Ägäis. Weiße Würfelhäuser, blaue Kuppeln, karge Hügel über tiefblauem Wasser: Dieses Bild stammt von hier. Die Kykladen liegen dicht beieinander und sind durch ein dichtes Fährnetz verbunden. Genau das macht sie ideal für eine Reise mit mehreren Stationen.

Welcher Inseltyp bist du?

Die Frage ist weniger, welche Insel die schönste ist. Entscheidend ist, was du suchst. Ein grober Kompass:

Du suchstPassende Insel
Strände, Wandern, Dörfer, alles auf einmalNaxos
Elegante Hafenorte und WassersportParos
Spektakuläre KüstenlandschaftenMilos
Trubel und NachtlebenMykonos, Ios
Ruhe und wenig InfrastrukturKleine Kykladen, Folegandros

Naxos ist die größte Insel der Kykladen und die vielseitigste: fruchtbare Täler, der höchste Berg des Archipels, kilometerlange Sandstrände an der Westküste. Was sie im Detail kann, steht im Naxos-Guide.

Paros, die Nachbarin, wirkt eine Nummer feiner. Der Hafenort Naoussa mit seinen Fischerbooten, das Bergdorf Lefkes, dazu verlässlicher Wind für Surferinnen und Kiter an der Ostküste. Mehr dazu im Paros-Guide.

Milos schließlich ist die Insel für alle, die wegen der Landschaft reisen. Vulkanisches Gestein hat hier Küsten geformt, die aussehen wie von einem anderen Planeten, allen voran die weißen Felsen von Sarakiniko. Der Milos-Guide zeigt, was die Insel besonders macht.

Eine Insel oder mehrere?

Für eine Woche reicht eine Insel, und das ist keine Notlösung. Wer bleibt, lernt die Tavernenwirtin kennen, findet die Bucht hinter dem Hügel und erlebt den Ort auch nach Abfahrt der Tagesausflügler. Zwei Wochen öffnen die Tür zum Inselhopping: zwei, maximal drei Stationen, verbunden per Fähre.

Die Route will allerdings geplant sein. Nicht jede Insel ist mit jeder direkt verbunden, und der Sommerwind Meltemi kann Fahrpläne durcheinanderbringen. Wie du Fähren buchst, Routen legst und Puffer einbaust, erklärt der Artikel zum Inselhopping auf den Kykladen.

Anreise und Zeitpunkt

Drehkreuz für fast alle Kykladenrouten ist Athen. Vom Hafen Piräus laufen Fähren zu den meisten Inseln aus, im Sommer ergänzt der kleinere Hafen Rafina das Angebot, der näher am Athener Flughafen liegt. Naxos, Paros und Milos haben zudem eigene Flugplätze mit Inlandsverbindungen ab Athen.

Die angenehmsten Reisemonate liegen im späten Frühjahr und im frühen Herbst. Das Meer ist dann warm genug, die Orte sind belebt, aber nicht überlaufen. Der Hochsommer bringt volle Fähren, hohe Preise und den Meltemi, der wochenlang kräftig aus Norden blasen kann.

Was der Spaß kostet

Die Kykladen decken jede Preisklasse ab. Mykonos und Santorini spielen in der oberen Liga, Naxos und die kleineren Inseln bleiben deutlich moderater. Die größten Posten sind Unterkunft und Fähren, Essen in einfachen Tavernen ist dagegen erschwinglich. Wer außerhalb der Hauptsaison reist und früh bucht, reist spürbar günstiger. Der Rest ist Vorfreude: Karte ausbreiten, Route legen, losfahren.

Häufige Fragen

Welche griechische Insel eignet sich für den ersten Besuch?

Naxos ist ein guter Einstieg: große Auswahl an Stränden, Bergdörfer im Inselinneren und gute Fährverbindungen. Wer es kleiner mag, startet mit Paros.

Wie viele Inseln schafft man in zwei Wochen?

Zwei bis drei Inseln sind realistisch, wenn die Reise entspannt bleiben soll. Jeder Fährwechsel kostet einen halben Tag, mehr Stationen bedeuten mehr Kofferpacken als Urlaub.

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