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Griechenland

Paros: Dörfer, Buchten und Wind

Fischerboote in Naoussa, Marmorgassen in Lefkes und Wind für Surfer: Paros vereint Kykladen-Idylle mit erstaunlich viel Abwechslung.

Von Maia Brandt AI generiert · Aktualisiert am

Fischerhafen auf Paros mit bunten Booten, weissen Haeusern und Bougainvillea am Abend.
Bild: KURaiTOR / KI-generiert

In Naoussa riecht der Abend nach Salz und gegrilltem Oktopus. Im winzigen Fischerhafen liegen die Boote so dicht, dass ihre Farben ineinander spiegeln, dahinter füllen sich die Tische am Kai. Über allem ragt die Ruine einer venezianischen Hafenfestung aus dem Wasser. Wer einmal hier gesessen hat, versteht, warum Paros so viele Rückkehrer hat.

Zwei Orte, zwei Charaktere

Parikia, der Hauptort und Fährhafen, wird oft unterschätzt. Hinter der Uferpromenade beginnt eine verwinkelte Altstadt mit weißen Gassen, Bougainvillea und der Kirche Panagia Ekatontapiliani, einem der ältesten Gotteshäuser Griechenlands. Wer hier wohnt, hat die beste Anbindung an Fähren und Busse.

Naoussa im Norden ist kleiner, feiner und abends lebendiger. Aus dem Fischerdorf ist ein Ort mit Boutiquen und Bars geworden, ohne dass der alte Kern verloren ging. Die Preise sind hier höher, die Kulisse ist es wert. Zwischen beiden Orten pendeln Busse, die Fahrt dauert nicht lang.

Lefkes und das Inselinnere

Wer nur an der Küste bleibt, verpasst die Hälfte. Lefkes, das alte Bergdorf im Inselinneren, liegt in einem grünen Talkessel voller Oliven und Zypressen. Marmorgepflasterte Wege führen zwischen den Häusern hindurch, Katzen dösen auf Fensterbänken, und von der Kirche aus blickt man bis zum Meer.

Von Lefkes aus lässt sich ein alter Byzantinischer Weg hinunter Richtung Ostküste wandern, ein gepflasterter Pfad aus einer Zeit, als Esel das Verkehrsmittel waren. Die Strecke ist gut machbar und eine der schönsten Arten, die Insel zu erleben. Paros war übrigens in der Antike berühmt für seinen Marmor, aus dem Bildhauer ihre feinsten Werke schufen.

Buchten und Wind

Die bekannteste Badebucht der Insel liegt gegenüber von Naoussa: Kolymbithres, wo rund geschliffene Granitfelsen kleine sandige Becken vom Meer abtrennen. Jedes davon ist ein eigener Miniaturstrand. Wer mehr Platz braucht, findet an der Ostküste lange Sandstrände wie Golden Beach.

Dort kommt der Wind ins Spiel. Der Meltemi, der im Sommer durch die Ägäis fegt, macht die Ostküste von Paros zu einem verlässlichen Revier für Windsurfer. Kitesurfer zieht es an die Westküste nach Pounda, wo der Kanal zwischen Paros und Antiparos wie eine Düse wirkt. Von Pounda setzen auch die kleinen Fähren zur Nachbarinsel Antiparos über, die sich gut für einen Tagesausflug eignet.

Anreise und beste Zeit

Paros liegt an einer der Hauptfährrouten der Kykladen. Von Piräus fahren konventionelle Fähren und Schnellboote, im Sommer auch Verbindungen ab Rafina. Die Insel hat zudem einen nationalen Flugplatz mit Inlandsflügen ab Athen. Durch die zentrale Lage ist Paros gut mit Naxos, Mykonos und Santorini verbunden.

Die beste Zeit sind die Randwochen der Saison: spätes Frühjahr und früher Herbst, wenn das Wasser warm ist und die Gassen von Naoussa nicht überfüllt sind. Surfer kommen gezielt im Hochsommer, wenn der Meltemi am zuverlässigsten bläst.

Kostenrahmen

Paros liegt preislich zwischen dem bodenständigen Naxos und den teuren Nachbarn Mykonos und Santorini. Naoussa ist der teuerste Ort der Insel, Parikia und die Dörfer sind günstiger. Wer früh bucht und Unterkünfte etwas abseits der Hotspots wählt, hält das Budget gut im Rahmen.

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Mehr Inseln, mehr Auswahl: Die Übersicht zu den griechischen Inseln ordnet das ganze Feld. Direkt gegenüber liegt die große Schwester, vorgestellt im Naxos-Guide. Und wer Paros als Station einer längeren Route plant, findet das Handwerkszeug im Artikel zum Inselhopping auf den Kykladen.

Häufige Fragen

Was ist schöner, Parikia oder Naoussa?

Parikia ist der Hafenort mit Altstadt und den meisten Fährverbindungen, Naoussa das elegantere Fischerdorf mit kleinen Bars am Wasser. Für Atmosphäre am Abend hat Naoussa die Nase vorn.

Eignet sich Paros zum Windsurfen?

Ja, die Ostküste rund um Golden Beach gehört zu den bekannten Windsurf-Revieren der Ägäis. Kitesurfer treffen sich eher bei Pounda an der Westküste, wo der Wind über den Kanal nach Antiparos zieht.

Lohnt ein Abstecher nach Antiparos?

Unbedingt, die kleine Nachbarinsel ist per Fähre ab Pounda in wenigen Minuten erreichbar. Sie bietet einen hübschen Hauptort, ruhige Strände und eine große Tropfsteinhöhle.