Sieben Uhr morgens an der Fontana di Trevi. Das Wasser rauscht, zwei Straßenkehrer unterhalten sich über den Platz hinweg, sonst niemand. Drei Stunden später werden hier Hunderte stehen. Rom an einem Wochenende ist kein Sprint durch zweitausend Jahre, sondern eine Frage der Auswahl: zwei Zonen pro Tag, dazwischen gehen, schauen, essen.
Samstag: das antike Rom und das Zentrum
Der erste Tag beginnt dort, wo das Gedränge am größten wird: am Kolosseum, mit einem vorab gebuchten Zeitfenster möglichst früh. Danach Forum Romanum und Palatin, die im selben Rundgang liegen. Drei bis vier Stunden Antike reichen, mehr nimmt der Kopf nicht auf. Wer zwischendurch Schatten braucht, findet ihn auf dem Palatin unter Pinien.
Nachmittags wandert man ins barocke Zentrum: Pantheon, Piazza Navona, dazwischen Gassen voller Werkstätten und Espressobars. Das Pantheon von innen zu sehen, das Licht durch die offene Kuppel fallen zu lassen, kostet wenig Zeit und bleibt lange hängen. Ein Espresso im Stehen an der Bar gehört dazu, so trinkt ihn die Stadt.
Den Abend verbringt man in Trastevere, jenseits des Tibers. Zwischen Wäscheleinen und Efeu füllen sich die Trattorien, es riecht nach gebratenen Artischocken. Hier isst man lang und geht spät.
Sonntag: Vatikan und Tiberufer
Der Sonntag gehört dem Petersdom und, je nach Ausdauer, den Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle. Auch hier gilt: Zeitfenster vorab buchen und früh da sein. Wer auf die Museen verzichtet, gewinnt einen halben Tag und kann die Kuppel des Petersdoms besteigen. Der Blick über die Stadt sortiert alles, was man am Vortag gesehen hat.
Danach lohnt der Rückweg am Tiber entlang, über die Engelsbrücke mit ihren Statuen. Bleibt Zeit, führt ein letzter Bogen über die Spanische Treppe zurück ins Zentrum.
Anreise
Rom hat zwei Flughäfen. Vom größeren, Fiumicino, fährt der Leonardo Express ohne Halt zum Hauptbahnhof Termini, die Fahrt dauert gut 30 Minuten. Vom kleineren Flughafen Ciampino fahren Busse ins Zentrum. Wer die Anreise über die Schiene mag: Nachtzüge verbinden Rom mit Städten nördlich der Alpen, man schläft im Liegewagen ein und wacht in Italien auf.
Beste Zeit
Frühling und Herbst sind die angenehmsten Zeiten: mild, klar, gut zum Gehen. Im Hochsommer wird Rom heiß, dann verlegt man Besichtigungen auf Morgen und Abend und macht mittags Pause wie die Römer. Der Winter ist milder als nördlich der Alpen und deutlich leerer. Unabhängig von der Saison gilt: Die frühen Stunden sind das beste Ticket der Stadt.
Was das Wochenende kostet
Die großen Posten sind Flug, Unterkunft und die Eintritte für Kolosseum und Vatikan. Zentral wohnen kostet mehr, spart aber Zeit und Nerven. Beim Essen entscheidet der Ort: Ein Cappuccino im Stehen kostet wenig, derselbe Cappuccino am Tisch mit Blick auf die Piazza ein Mehrfaches. Wer mittags Pizza al taglio auf die Hand nimmt und abends in einer Trattoria abseits der großen Plätze isst, fährt gut.
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Das Prinzip hinter diesem Plan erklärt unsere Übersicht zu Städtereisen. Wer südliches Licht mag, findet in Lissabon an einem Wochenende die nächste Idee. Deutlich kürzer ist die Anreise nach Wien an einem Wochenende.
