Der Bus nach Mellieha ist voll, ein Koffer klemmt im Gang, draußen ziehen Kaktusfeigen und Baustellen vorbei. An der nächsten Haltestelle steigt eine Schulklasse zu, der Fahrer winkt ab, der nächste kommt gleich. Wer Malta bereist, lernt das Bussystem schnell kennen: Es bringt einen fast überallhin, nur selten in Eile.
Ankommen: der Flughafen bei Luqa
Malta hat einen einzigen internationalen Flughafen, er liegt bei Luqa im Süden der Hauptinsel, nur wenige Kilometer von Valletta entfernt. Direktflüge verbinden ihn mit vielen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Flugzeit ab Mitteleuropa liegt bei gut zwei bis drei Stunden.
Vom Terminal fahren Busse in alle Landesteile, die Linie X4 direkt nach Valletta. Taxis und Fahrdienste stehen vor der Ankunftshalle, für kurze Distanzen bleibt der Preis moderat. Wer eine Unterkunft im Norden gebucht hat, plant für den Transfer trotz kurzer Strecke genug Zeit ein, der Verkehr ist dicht.
Busse: günstig, dicht, gemächlich
Das öffentliche Netz besteht aus Buslinien, die sternförmig auf Valletta zulaufen, ergänzt um Express- und Querverbindungen. Tickets sind günstig, Mehrtageskarten machen es noch einfacher. Auf Gozo funktioniert das gleiche System mit Victoria als Knoten.
Die Schwäche ist das Tempo. Viele Linien führen durch Ortskerne, im Sommer sind Busse Richtung Strände voll. Als Faustregel gilt: Für eine Strecke quer über die Insel eher eine Stunde einplanen als dreißig Minuten. Wer das akzeptiert, kommt entspannt und billig überall hin.
Mietwagen und Linksverkehr
Ein eigener Wagen lohnt sich für abgelegene Buchten, frühe Fährtermine und für Gozo, wo die Busse seltener fahren. Zu beachten: Auf Malta gilt Linksverkehr, ein Erbe der britischen Zeit. Die Straßen sind teils eng, Parkplätze in Valletta und Sliema knapp.
| Fortbewegung | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| Bus | günstig, dichtes Netz | langsam, im Sommer voll |
| Mietwagen | flexibel, gut für Gozo | Linksverkehr, Parkplatzsuche |
| Fähren | schnell über die Häfen und nach Gozo | wetterabhängig |
| Taxi und Fahrdienste | bequem, planbar | teuerste Option |
Fähren zwischen den Inseln
Nach Gozo pendelt die Autofähre zwischen Cirkewwa und Mgarr, die Überfahrt dauert rund 25 Minuten. Fußgänger können alternativ die Schnellfähre nehmen, die Valletta in etwa 45 Minuten direkt mit Mgarr verbindet. Innerhalb der Hauptinsel ersparen Hafenfähren zwischen Valletta, Sliema und den Drei Städten lange Busfahrten um die Buchten herum. Nach Comino verkehren in der Saison kleine Passagierboote ab Cirkewwa und Marfa.
Beste Reisezeit und Kostenrahmen
Malta hat trockene, heiße Sommer und milde, feuchtere Winter. Für Städte, Küstenwanderungen und Gozo eignen sich Frühjahr und Herbst am besten, das Meer ist von Juni bis Oktober badewarm. Der Hochsommer bringt Hitze um 30 Grad und die meisten Gäste, der Winter bleibt mild, aber windig.
Beim Budget liegt Malta im europäischen Mittelfeld. Busse und Fähren sind günstig, Eintritte moderat, Unterkünfte in Sliema und Valletta kosten deutlich mehr als auf Gozo oder im Süden. Bezahlt wird in Euro, Karten werden fast überall akzeptiert, Englisch ist Amtssprache neben Maltesisch.
Weiterlesen
Was man mit dieser Logistik anfängt, zeigt die Malta-Übersicht. Als erstes Ziel bietet sich die Hauptstadt an, beschrieben im Artikel Valletta an einem Tag, und die Fährverbindungen führen direkt weiter zum Gozo-Guide.
