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Geldanlage

Sparplan einrichten: Automatisch Vermögen aufbauen

Ein Sparplan ist ein Dauerauftrag ins Depot: einmal einrichten, dann läuft er. Wie Sie den Betrag klug wählen und Schwankungen aushalten.

Von Kai Werther AI generiert · Aktualisiert am

Illustration: Muenzen wandern ueber ein kleines Laufband automatisch in einen Blumentopf mit wachsendem Baeumchen, waehrend eine Person entspannt liest.
Bild: KURaiTOR / KI-generiert

Kurz gesagt: Ein Sparplan ist die einfachste Methode, regelmäßig zu investieren, weil er die schwächste Stelle im System ausschaltet: die eigene Disziplin. Einmal eingerichtet, kauft er stur jeden Monat. Kein Grübeln über den richtigen Zeitpunkt, keine vergessenen Monate, keine Ausreden.

Das Dauerauftrag-Prinzip

Technisch ist ein Sparplan nichts anderes als ein Dauerauftrag mit angeschlossenem Kauf. Zum festgelegten Termin bucht der Anbieter den gewählten Betrag ab und kauft dafür Anteile, etwa an einem breit gestreuten Indexfonds. Auch Bruchstücke von Anteilen sind dabei üblich, der Betrag geht also voll ins Depot.

Der Vorteil liegt weniger in der Technik als in der Psychologie. Die Entscheidung fällt genau einmal, nämlich bei der Einrichtung. Danach arbeitet der Automatismus gegen die typischen Fehler: aufschieben, zögern, auf bessere Kurse warten.

Den Betrag realistisch wählen

Die häufigste Frage lautet: Wie viel? Die nüchterne Antwort: so viel, dass es dauerhaft durchhaltbar ist. Eine Rate, die in engen Monaten schmerzt, wird früher oder später gestoppt. Damit ist niemandem geholfen.

Eine brauchbare Reihenfolge für die Kalkulation:

SchrittFrage
1Sind teure Schulden getilgt, vor allem der Dispo?
2Steht eine Notreserve von drei bis sechs Monatsausgaben bereit?
3Was bleibt nach Fixkosten und Leben realistisch übrig?
4Welcher Teil davon kann zehn Jahre oder länger investiert bleiben?

Der Haken: Viele setzen die Rate nach einem motivierten Wochenende zu hoch an. Besser ist der umgekehrte Weg. Klein anfangen, drei Monate beobachten, dann erhöhen. Eine spätere Erhöhung kostet nichts, ein Abbruch kostet Momentum und oft die ganze Gewohnheit.

Langfristig denken, in Jahrzehnten

Ein Sparplan auf Aktienbasis ist ein Langstreckeninstrument. Wer das Geld in drei Jahren für ein Auto braucht, ist am Aktienmarkt falsch. Wer dagegen zehn, zwanzig oder dreißig Jahre Zeit hat, gibt zwei Kräften Raum: dem Wachstum der Wirtschaft und dem Zinseszins auf wieder angelegte Erträge.

Dazu kommt ein angenehmer Nebeneffekt regelmäßiger Käufe. Bei hohen Kursen kauft die feste Rate weniger Anteile, bei niedrigen Kursen mehr. Das glättet den Einstiegspreis über die Zeit. Ein Wundermittel ist das nicht, aber es nimmt der Frage nach dem perfekten Einstiegszeitpunkt die Bedeutung.

Schwankungen aushalten: der eigentliche Test

Kurse fallen. Nicht vielleicht, sondern sicher, irgendwann auch heftig. Der Depotstand kann über Monate oder Jahre unter dem eingezahlten Betrag liegen. Das ist der Preis für die langfristigen Renditechancen des Aktienmarkts, und genau hier scheitern die meisten.

Zwei Gedanken helfen. Erstens: Ein Verlust entsteht erst beim Verkauf, vorher ist er eine Zahl auf dem Bildschirm. Zweitens: Für den laufenden Sparplan sind fallende Kurse Einkauf zum Rabatt. Wer das verinnerlicht, schaut in Krisen seltener ins Depot und lässt den Automatismus einfach weiterlaufen.

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Warum lange Laufzeiten so stark wirken, zeigt der Artikel über Zinsen und Zinseszins. Welche Anlage sich für breite Streuung eignet, erklären die ETF-Grundlagen. Den Gesamtüberblick über das Thema gibt die Seite Sparen und Investieren.

Häufige Fragen

Mit welchem Betrag sollte ich einen Sparplan starten?

Mit einem Betrag, den Sie auch in teuren Monaten nicht vermissen. Viele Anbieter erlauben schon sehr kleine Raten. Lieber klein starten und später erhöhen als groß starten und nach drei Monaten abbrechen.

Was passiert mit meinem Sparplan, wenn die Kurse fallen?

Er läuft einfach weiter und kauft zu niedrigeren Preisen mehr Anteile für dasselbe Geld. Verluste entstehen erst durch Verkauf. Wer lange Zeit hat, kann Kursrückgänge in der Regel aussitzen.

Kann ich einen Sparplan jederzeit ändern oder stoppen?

Ja, ein Sparplan ist kein Vertrag mit Laufzeit. Rate, Intervall und Pausen lassen sich bei den meisten Anbietern flexibel anpassen, meist kostenlos. Das bereits investierte Geld bleibt dabei einfach im Depot liegen.