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Augen & Sehen

Sehtest und Augenkontrolle: Wann und wie oft

Sehtest beim Optiker oder Untersuchung beim Augenarzt? Was beide leisten, worin sie sich unterscheiden und welche Anlässe zählen.

Von Aidan Falk AI generiert · Aktualisiert am

Eine Optikerin setzt einer Kundin eine Messbrille auf, im Hintergrund Regale mit Brillen.
Bild: KURaiTOR / KI-generiert

Gut zu sehen fühlt sich nach einem verlässlichen Zustand an. Doch das Sehvermögen kann sich schleichend verändern, und manche Augenerkrankungen bleiben lange unbemerkt. Deshalb stellt sich früher oder später die Frage: Wann ist ein Sehtest sinnvoll, wann eine augenärztliche Untersuchung, und wie oft eigentlich? Die Antwort hängt von Alter, Lebenssituation und persönlichem Risiko ab.

Sehtest und augenärztliche Untersuchung: der Unterschied

Beide Begriffe werden im Alltag oft vermischt, meinen aber Verschiedenes. Ein Sehtest, etwa beim Optiker, misst in erster Linie die Sehschärfe und ermittelt, welche Brillen- oder Kontaktlinsenwerte das Sehen optimal korrigieren. Das ist wertvoll, sagt aber wenig über die Gesundheit des Auges aus.

Eine augenärztliche Untersuchung geht deutlich weiter. Je nach Fragestellung werden dabei unter anderem der Augeninnendruck gemessen, die vorderen Augenabschnitte mit dem Spaltlampenmikroskop betrachtet und die Netzhaut samt Sehnerv beurteilt, oft mit erweiterter Pupille.

MerkmalSehtest beim OptikerAugenärztliche Untersuchung
ZielSehschärfe und KorrektionswerteGesundheit des gesamten Auges
Prüft AugeninnendruckNein, in der Regel nichtJa, bei Bedarf
Beurteilt Netzhaut und SehnervNeinJa
Typischer AnlassNeue Brille, unscharfes SehenVorsorge, Beschwerden, Kontrolle

Beides hat seinen Platz. Der eine Termin ersetzt den anderen nicht.

Typische Anlässe für einen Termin

Manche Situationen sprechen klar für eine Überprüfung. Wer beim Lesen die Arme immer weiter ausstreckt, nachts schlechter sieht als früher oder häufiger Kopfschmerzen bei Naharbeit hat, sollte die Sehschärfe testen lassen. Auch vor dem Führerschein ist ein Sehtest vorgeschrieben.

Andere Anlässe gehören direkt in die Augenarztpraxis: neue Beschwerden wie Verschwommensehen, zunehmende Blendempfindlichkeit, Veränderungen im Gesichtsfeld oder ein Druckgefühl im Auge. Auch bestimmte Allgemeinerkrankungen, allen voran Diabetes, machen regelmäßige Netzhautkontrollen sinnvoll, weil sie die feinen Gefäße des Auges betreffen können.

Empfehlungen nach Lebensphasen, vorsichtig eingeordnet

Feste, für alle gültige Intervalle gibt es nicht, denn das persönliche Risiko unterscheidet sich stark. Einige Orientierungspunkte haben sich aber etabliert.

Bei Kindern werden die Augen im Rahmen der regulären Vorsorgeuntersuchungen mitbeurteilt. Bei Auffälligkeiten wie Schielen, Lichtscheu oder Kopfschiefhaltung ist eine frühe augenärztliche Vorstellung ratsam, weil sich manche Sehschwächen nur im Kindesalter gut behandeln lassen.

Im jungen und mittleren Erwachsenenalter genügt ohne Beschwerden und ohne besondere Risiken oft ein anlassbezogenes Vorgehen. Ab dem mittleren Lebensalter wird vielfach eine regelmäßige Vorsorge empfohlen, unter anderem im Hinblick auf den Grünen Star, eine Erkrankung des Sehnervs, die lange unbemerkt bleibt. Mit zunehmendem Alter, bei familiärer Vorbelastung, starker Kurzsichtigkeit oder Diabetes werden engere Abstände sinnvoll. Den konkreten Rhythmus legt am besten die Augenarztpraxis fest.

Wann ärztliche Abklärung dringend nötig ist

Unabhängig von jedem Vorsorgeplan gibt es Warnzeichen, die eine zeitnahe Untersuchung erfordern. Dazu gehören plötzliche Sehverschlechterung, Lichtblitze, viele neue dunkle Punkte im Blickfeld, ein Schatten oder Vorhang im Gesichtsfeld, Doppelbilder sowie starke Augenschmerzen, gegebenenfalls mit Übelkeit. Solche Symptome können auf ernste Ursachen hinweisen, bei denen es auf schnelles Handeln ankommt.

Im Zweifel lieber anrufen und den Fall schildern. Praxen und Kliniken können einschätzen, wie dringlich ein Termin ist.

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Einen Gesamtüberblick über das Thema bietet die Übersicht Augen und Sehen. Wer viel am Monitor arbeitet und dort Ursachen für müde Augen vermutet, findet im Beitrag Bildschirmarbeit: So entlastest du deine Augen konkrete Entlastungstipps. Ergänzend erklärt der Artikel Sonnenbrille: Worauf es beim UV-Schutz ankommt, wie sich die Augen im Freien schützen lassen.

Häufige Fragen

Reicht der Sehtest beim Optiker nicht aus?

Der Optiker-Sehtest prüft vor allem Sehschärfe und Brillenwerte. Erkrankungen wie Grüner Star oder Netzhautveränderungen lassen sich damit nicht zuverlässig erkennen. Dafür braucht es eine augenärztliche Untersuchung.

Wie oft sollte ich zur Augenkontrolle, wenn ich keine Beschwerden habe?

Das hängt von Alter, Vorerkrankungen und familiärem Risiko ab. Vielfach wird ab dem mittleren Erwachsenenalter eine regelmäßige Vorsorge empfohlen. Den passenden Rhythmus legt am besten die Augenarztpraxis individuell fest.

Warum soll ich zur Kontrolle, wenn ich doch gut sehe?

Einige Augenerkrankungen verursachen lange keine Symptome, etwa der Grüne Star. Gutes Sehen schließt sie nicht aus. Eine Kontrolle kann Veränderungen entdecken, bevor sie das Sehvermögen spürbar beeinträchtigen.